gem. §§  19, 29, 30, 31, 35, 35a und 41 SGB VIII sowie 1684 BGB

Zur Palette unserer ambulanten und flexiblen Hilfeangebote gehören

Erziehungsbeistandschaft

Im Rahmen der Erziehungsbeistandschaft unterstützen wir Kinder, Jugendliche und deren Eltern bei der Klärung und Bewältigung individueller und Familien bezogener Probleme.

Die Erziehungsbeistandschaft ist ein für einen Einzelfall angepasstes Hilfeangebot und wird dem Bedarf entsprechend initiiert. Im Hilfeplan vereinbaren wir mit dem Jugendamt die individuellen Ziele, die daraus resultierenden Arbeitsaufträge und den Umfang der Betreuungszeiten.

Wichtig ist uns, die bei jedem Kind, Jugendlichen und Erziehungsberechtigten vorhandenen Ressourcen zu berücksichtigen und die Einbindung der jeweiligen Lebensfelder zu gewährleisten.

Sozialpädagogische Familienhilfe

Mit unserem Angebot der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) leisten wir intensive Betreuung und Begleitung von Familien bei ihren Erziehungsaufgaben und der Bewältigung von Alltagsproblemen. Darüber hinaus unterstützen wir sie in Krisensituationen und im Umgang mit Ämtern und Behörden.

Das Hilfeangebot der SPFH orientiert sich am gesamten Familiensystem und dessen Netzwerk.

Unsere Unterstützung verstehen wir dabei als Hilfe zur Selbsthilfe für die Familien.

Familienaktivierungsmanagement

Mit FAM bieten wir ein strukturiertes Hilfsangebot an, in dem wir für und mit Familien aktiv werden, die sich in einer akuten Krise befinden. Gerade dann, wenn die Herausnahme eines oder mehrerer Kinder ansteht (Kindswohlgefährdung), können wir mit dieser Krisenintervention tätig werden. Die Familienaktivierung ist ein intensives Trainingsprogramm, in dem die einzelnen Familienmitglieder lernen, sich (wieder) auf ihre Stärken und Ressourcen zu beziehen, oder alternative Handlungsmöglichkeiten ausprobieren. Ziel ist es zeitnah zu klären, ob ein Zusammenleben weiter möglich ist und die Situation stabilisiert werden kann. Das Programm ist auf 6 Wochen ausgelegt, in dem die Fachkräfte mit bis zu 20 Stunden pro Woche mit der Familie die momentane Krise überwinden wollen. Wichtig ist die enge Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen Jugendamt, Familie, den FAM-Fachkräften und anderen Institutionen, z.B. Kindergarten, Schule, Beratungsstellen.

Flexible aktivierende Hilfen

In nicht akuten Krisen können die FAM-MitarbeiterInnen mit den Möglichkeiten des Programms ebenfalls in Familien tätig werden. In manchen Fällen macht es Sinn mit weniger Stunden, aber über einen längeren Zeitraum als 6 Wochen, mit den Familien dauerhafte Lösungen mit den Methoden des Programms zu etablieren. Hier werden dann Inhalte und Dauer der Unterstützung individuell mit dem Jugendamt abgestimmt. Anhand der konkreten Auftragslage wird im Hinblick auf die besprochenen Ziele an Lösungen gearbeitet. Die Hilfen dauern so lange wie nötig und sind so kurz wie möglich.

Aufsuchende Familienbegleitung

Bei der aufsuchenden Familienbegleitung handelt es sich um eine therapeutisch-begleitende Hilfeform, die den Lebenserfahrungen von  insbesondere solchen Familien Rechnung tragen will, die Unsicherheiten und Berührungsängste im Umgang mit „Ämtern“ haben. Diese Familien zeigen häufig Vorbehalte gegen eine behördliche „Komm-Struktur“ von Beratungsangeboten und deren Anforderungen an bestimmte sprachliche Normen und Verhaltensweisen. Die Beratung und Begleitung der Familien findet daher bei ihnen „zu Hause“ statt.

Das Ziel aufsuchender Familienbegleitung ist es, Veränderungen in den Abläufen und den jeweiligen familiären Vorgehens- und Handlungsweisen zu erreichen. Die Eltern sollen so weit stabilisiert werden, dass sie elterliche Verantwortung in der  Weise übernehmen können, dass keine institutionellen Interventionen mehr notwendig sind. Insgesamt ist es Absicht, die Familien zu unterstützen, ihre bisherigen häufig destruktiven Problemlösungsstrategien aufzugeben und konstruktivere Formen von Konfliktlösungen zu entwickeln und im Alltag anzuwenden. Wir begleiten Jugendliche individuell und intensiv auf dem Weg zu einer eigenverantwortlichen Lebensführung und unterstützen sie hinsichtlich ihrer sozialen Integration.


 V.l.n.r.: Manja Becker, Carsten Lömker, Mirjam Dück, Ramon Rose, Eleni Franzmeyer
V.l.n.r.: Sabah Muhamad, Beate Schneider, Serdar Balkan, Anke Kaiser, Eleni Franzmeyer, Carsten Lömker, Katrin Koch, Iris Mitthöfer

Begleiteter Umgang

Der Begleitete Umgang dient dem Recht des Kindes auf Kontakt mit Bezugspersonen und ermöglicht, dass sich Kinder und Eltern treffen können. Darüber hinaus beinhaltet der Begleitende Umgang die Wiederherstellung, die Unterstützung und die Förderung von Beziehung zu jedem Elternteil, mit dem aktuell kein Kontakt besteht.
Die Zielsetzung orientiert sich dabei primär am Wohl und an der Perspektive des Kindes.
Wir bieten die Eltern - Kind - Kontakte bedarfsorientiert sowohl im geschützten Rahmen unserer Einrichtung, als auch außerhalb an.   
Dieses Angebot ist eine rechtlich kodifizierte und zeitlich befristete Leistung der Jugendhilfe. Die Arbeitsaufträge der Umgangsbegleitung können unterstützend, begleitend (im engeren Sinne) oder beaufsichtigend (bei einer Akutgefährdung) formuliert werden.

Soziale Gruppenarbeit

Die Teilnahme von Kindern und Jugendlichen an der Sozialen Gruppenarbeit dient insbesondere der Bewältigung und Überwindung von Verhaltensauffälligkeiten und der Überwindung von Entwicklungsschwierigkeiten. Ziel ist letztlich die Förderung der sozialen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen und ihre (möglichst konfliktarme) Integration in gesellschaftliche Bezüge. Konzeptionell beinhaltet die Soziale Gruppenarbeit darüber hinaus die Einbeziehung der Eltern und des sozialen Umfeldes der Kinder und Jugendlichen.


Unsere Standorte

Espelkamp    
Breslauer Str. 46
05772 / 564-301


Lübbecke
Am Markt 20
05741 / 233 94 62